Das flüchtige Notenblatt wird zum demokratischen Kulturgut Im frühen 19. Jahrhundert war gedruckte Musik noch keineswegs ein selbstverständlicher Bestandteil des bürgerlichen Alltags. Musikalische Werke zirkulierten als handgeschriebene Manuskripte, als kostspielige Kupferstiche oder in kleinen, häufig sorgfältig kalkulierten Auflagen. Eine vollständige Partitur war ein anspruchsvolles Luxusgut, dessen Erwerb vor allem wohlhabenden Liebhabern, höfischen Institutionen und professionellen …